OB-Kandidat macht sich unglaubwürdig

Veröffentlicht am 25.06.2015 in Wahlen

Großenhain hat es wieder einmal in die überregionale Presse geschaft - leider mit zweifelhaftem
Ruhm. Ein animierter Film mit Logomännchen sorgte für Furore - das Urteil war
verheerend - zeichnete es in der Interpretation ein Abbild mit rassistischen Hintergrund.
Was irgendwie gut gemeint war, ging leider nach hinten los. Die Macher des Filmes kennen
Herrn Mißbach gut „Wir kennen uns schon viele Jahre und sind gute Kumpel. Dass
wir daher zu ihm halten, ist klar.“ Aber wenn selbst ein Herr Patzelt, eher bekannt Mitte-
Links gezielt mit seinen Statements anzugreifen, sich negativ dazu äußert, liegt einiges
im Argen. “Zum anderen sei die Schlussfrequenz regelrecht rassistisch und erinnere in
schlimmster Weise an IS-Phantasien. „Wer so einen Film als Wahlwerbevideo nutzt, ist
im Grunde nicht wählbar“, befindet Werner Patzelt.“
Auf so eine Presse können wir Großenhainer getrost verzichten, nun sorgt aber der
OB-Kandidat selbst für Missgunst - und zwar bei der AfD. Nicht dass die AfD verlegen
wäre ihre populistischen Themen selbst zu konstruieren, das braucht sie diesmal nicht.
Dennoch wiegt der Vorwurf von Herrn Beier (AfD) gegen den OB-Kandidaten schwer.
Er soll laut Beier beim Thema Asyl auf Linie der AfD gewesen sein. „Hier drängt sich
der Verdacht auf, dass ... der Kandidat es wohl allen Recht machen will und bei den
Gesprächen mit uns und den Linken mit doppelter Zunge gesprochen hat, um sich eine
möglichst breite Unterstützung zu sichern.“ so Beier. Herr Mißbach äußerte sich bis jetzt
weder auf seiner Facebookseite noch auf seiner Webseite zu den schwerwiegenden
Vorwürfen. Einzig allein Herr Schumann, der einen Teil der redaktionellen Verantwortung
auf der Webseite von Herrn Mißbach trägt, äussert sich auf Facebook uneindeutig und
rudert zurück. „...Was kann denn Herr Mißbach dafür wenn die Linke eine Empfehlung
gibt?“ so Schumann.
Wir als SPD Ortsverein haben uns mit einer Empfehlung für einen bestimmten Kandidaten
zurückgehalten. Wer es aber nicht schafft diese Mißverständnisse aus dem Weg zu
räumen, macht sich unglaubwürdig und empfiehlt sich nicht für das Amt eines Oberbürgermeisters.
Entweder Herr Mißbach hat die Linke an der Nase herumgeführt oder die
AfD - das zeugt nicht von Stil oder Führungspersönlichkeit.
Welches Sinn und Zweck es hat, als Partei einen Kandidaten zu unterstützen, hat zumindest
eines gezeigt, wie die Kandidaten zu ihrer Meinung stehen. Entscheidend sollte
nicht ein Parteibuch bei der Wahl sein, sondern die Kompetenz und Geradlinigkeit des
Bewerbers bzw. der Bewerberin. Nun liegt es in der Hand der Großenhainer diese Situation
für sich zu bewerten.


 

 

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