Zu Besuch im Bundestag

Veröffentlicht am 06.02.2017 in Pressemitteilung

Am 26. Und 27. Januar 2017 weilten wir auf Einladung der Bundestagsabgeordneten Susann Rüthrich in Berlin. Mit dabei unter anderem Mitglieder der Nünchritzer Ortsgruppen von Volkssolidarität e.V., die auch die Organisation im Vorfeld übernommen hatte, und der Gewerkschaft IG BCE.

Nachdem die Anreise problemlos verlief, wurde uns zuerst das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vorgestellt. Nach dem Mittagessen hatten wir eine sehr schöne Stadtrundfahrt, die uns an vielen historischen Plätzen der Hauptstadt vorbeiführte. Dabei stand die barocke Altstadt genauso im Blickpunkt wie die Erinnerung an die Nazizeit, die Narben der Teilung und die Entwicklung der Stadt in der Gegenwart. So konnten wir bei einem kurzen Zwischenstopp an der Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße einen Blick auf den nachgestellten Grenzstreifen werfen. Insgesamt reichlich drei Stunden, die wie im Fluge vergingen.

Am Freitag begann der Tag mit dem Besuch des Willy-Brandt-Hauses, der Parteizentrale der SPD. Neben Erläuterungen zu architektonischen Besonderheiten des Gebäudes wurde uns natürlich auch erklärt, worin die Arbeit der Parteizentrale im Wesentlichen besteht. Anschließend ging es zum Reichstagsgebäude, wo wir ca. 45 Minuten lang der Plenarsitzung des Bundestages besuchen durften. Dabei hatten wir das Glück, der Vereidigung der neuen Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries beiwohnen zu können.

Danach wurde uns die Arbeit einer Bundestagsabgeordneten vorgestellt. Da sich Frau Rüthrich derzeit im Mutterschutz befindet, übernahm ihre Büroleiterin, die frühere Nünchritzer Gemeinderätin Katja Schittko, diese Aufgabe. Beeindruckend war vor allem, welches Pensum die Abgeordnete und ihre Berliner Büroangestellten zu bewältigen haben. Außerdem wurde uns erklärt, dass leere Reihen bei Sitzungen des gesamten Bundestages nicht damit zu erklären sind, dass die Abgeordneten bei Nebenjobs Geld scheffeln, sondern dass eine ganze Menge Bundestagsausschüsse parallel zum Plenum laufen und von allen Fraktionen zu den einzelnen Tagesordnungspunkten nur ihre Experten teilnehmen. Anders wäre das gesamte Programm gar nicht zu schaffen.

Bevor es wieder auf die Rückreise ging, besuchten wir noch die „Topografie des Terrors“ in der früheren Prinz-Albrecht-Straße, wo auf dem Gelände der früheren Gestapo-Zentrale eine Ausstellung sich mit den Schreibtischtätern des Naziregimes und den Folgen ihrer barbarischen Politik befasst.

Unsere Reisegruppe war sehr wissbegierig und an Diskussionen interessiert. Bei allen Gesprächsrunden mussten unsere Reiseleiter am Ende auf das Ende drängen, da der nächste Programmpunkt schon auf dem Plan stand.

Alles in Allem durften wir zwei sehr intensive Tage erleben, in denen uns nahegebracht wurde, wie die Politik in der Hauptstadt funktioniert, aber auch wie mühsam Demokratie ist. Vielen Dank an die Mitarbeiter Katja Schittko und Martin Puhlmann für die Organisation und Begleitung der Reise sowie an Susann Rüthrich für die Einladung nach Berlin.

 

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